Wie man Florex durch eine ökologische, selbsthärtende Modelliermasse beim Arrangieren ersetzt?
Modellier- und selbsthärtende Massen in Trockenblumenarrangements: professionelle und ökologische Alternative zu Florex
Florex (OASIS® Floristenmasse) war jahrzehntelang ein fester Bestandteil der Floristikpraxis. In modernen Arrangements mit Trockenblumen und Naturmaterialien verliert er jedoch zunehmend an Bedeutung. Er speichert kein Wasser, ist Einweg, ökologisch problematisch und schränkt die Kreativität ein. Deshalb suchen immer mehr Floristen, Dekorateure und Designer nach fachgerechten, nachhaltigen und wiederverwendbaren Lösungen – dazu gehören selbsthärtende und modellierbare Massen, aber auch traditionelle Techniken wie der Floral Frog – Stängelverteiler.
Warum grüner Florex bei Trockenmaterialien keinen Sinn macht
- ist ein Einwegmaterial mit hoher ökologischer Belastung
- beim Schneiden und Zerbröseln entsteht Mikroabfall
- bei Trockenblumen funktioniert er nicht (kann kein Wasser halten)
- bestimmt die Form des Arrangements, anstatt es zu unterstützen
- Florex für Trockenblumen kann durch ein Drahtgitter oder einen halbkugelförmigen Floral Frog ersetzt werden
Bei Trockenmaterialien suchen wir keine Hydratation, sondern Stabilität, Stängelverteilung, Schwerpunkt und visuelle Balance. All dies lässt sich ohne Florex erreichen – oft sogar ästhetischer.
Selbsthärtende Modelliermassen als professionelles Werkzeug
Selbsthärtende (Air-Dry) Massen härten auf natürliche Weise an der Luft aus, ohne Brennvorgang. In Trockenblumenarrangements fungieren sie als individuell geformte Tragelemente, die passgenau hergestellt werden können.
Praktische Vorteile
- Kontrolle über die Verteilung der Stängel
- Wiederverwendbar
- Kein Abfall nach Fertigstellung des Arrangements
- Möglichkeit, eigene Design-Floristikwerkzeuge herzustellen

DIY-Anleitungen: Florex Schritt für Schritt ersetzen
1. Kreis mit Löchern (praktischste Florex-Alternative)
Formen Sie eine Scheibe aus der Masse passend zum Durchmesser der Vase oder Schale. In die weiche Masse Löcher mit einem Zahnstocher oder Strohhalm einstechen.
- kleine Löcher – Gräser, Lagurus, Limonium
- größere Löcher – Mohnkapseln, Disteln, holzige Stängel
- verschiedene Winkel – natürlicheres Volumen
Nach dem Trocknen entsteht ein stabiler Verteiler, der das Arrangement ohne Füllmaterial stabilisiert.
2. Halbkugelsieb für die Vase
Die halbkugelförmige Form mit Löchern eignet sich ideal für tiefere Gefäße. Sie fungiert als räumlicher Verteiler für die Stängel und ermöglicht luftige Arrangements.
3. Stängelverteiler für den Vasenhals
Eine dünne Platte auf die Öffnung der Vase gelegt stabilisiert das Arrangement, ohne den Innenraum zu beeinträchtigen. Perfekte Lösung für minimalistische Einrichtungen.

Floral Frog – traditioneller Stängelverteiler in modernen Arrangements
Floral Frog (metallischer oder keramischer Stängel-Halter) ist ein historisches Floristikwerkzeug, das heute im nachhaltigen Design wieder eingesetzt wird.
Warum es bei Trockenmaterialien funktioniert
- präzise Stängelverteilung
- wiederverwendbar
- kein Abfall
- unterstützt die natürliche Komposition
Den Floral Frog können Sie alleine verwenden oder in selbsthärtende Masse integrieren – so entsteht eine stabile Hybridbasis für professionelles Arrangieren.
Abdrücken von Trockenmaterialien und Texturen – dekorative Funktion der Masse
In die weiche Masse können Sie getrocknete Blumen, Gräser, Blätter oder Getreide eindrücken. Es entstehen reliefartige Schalen, Sockel oder dekorative Objekte, die für sich schon floristische Werte besitzen.
Saisonale professionelle Nutzung
Frühling
- zarte weiße Grundlagen
- Abdrücke von Frühlingspflanzen
Sommer
- Boho-Arrangements mit Gräsern
- luftige Vasen ohne Wasser
Herbst
- Terrakottaschalen
- Mohnkapseln und Trockenfrüchte
Winter
- Adventsbasis ohne Florex
- minimalistische Kerzenhalter
Zukunft des Arrangierens ohne Florex
Die Kombination aus selbsthärtender Masse, Floral Frog und Trockenmaterialien stellt einen modernen, fachgerechten und nachhaltigen Ansatz für das Arrangieren dar. Weniger Abfall, mehr Kontrolle, mehr Ästhetik und deutlicher individueller Stil.
Florex war früher unverzichtbar. Heute ist er nur noch eine von mehreren Möglichkeiten – und bei Trockenblumen die am wenigsten notwendige.
